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Grundsätze der Forschungsplanung

Die Forschungsarbeiten des FA 6 werden eng mit den Arbeiten der AG V9.1 „Elektronenstrahlschweißen” und AG V9.2 „Laserstrahlschweißen und verwandte Laserstrahlverfahren” abgestimmt. Ein gemeinsames Kolloquium wird nach Bedarf durchgeführt, um einen regen Informationsaustausch zwischen Forschungsinstituten und Industrieunternehmen zu gewährleisten.

Die Aufgabe der Forschungsaktivitäten im Fachausschuss „Strahlverfahren” ist es, neu- bzw. weiterentwickelte Strahlschweißprozesse unter anwendungstechnischen Aspekten zu beurteilen und Prozessinnovationen durch unterstützende Forschung beschleunigt in kleine und mittelständische Unternehmen zu transferieren. Es wird auf eine Ausgewogenheit zwischen den beiden Technologien Laser- und Elektronenstrahl geachtet. Hierbei steht nicht nur die Entwicklung von Prozessen und Verfahren sowie deren Simulation im Vordergrund.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass häufig schon Verbesserungen in der Handhabung, Hilfen für die Vereinfachung und Verfahrensoptimierungen bzw. anwendungsspezifische Optimierungen von Anlagenkomponenten, z.B. verbesserte Strahlführungs-, Strahlauskopplungssysteme oder Bearbeitungsoptiken, sehr schnell zu umsetzbaren Ergebnissen in klein- und mittelständischen Unternehmen führen.

Eine wichtige Hilfestellung für die KMU ist es, im Rahmen von Projekten sinnvolle Prozess- und Anwendungsgrenzen aufzuzeigen. Neben der Prozesstechnik ist das besondere Verhalten der Werkstoffe beim wärmearmen, strahltechnischen Bearbeiten mit hohen Abkühlgeschwindigkeiten zu berücksichtigen. Den Besonderheiten der so genannten Kurzzeitmetallurgie soll ebenso Rechnung getragen werden wie den dadurch bedingten mechanisch-technologischen Werkstoffeigenschaften. Neue Entwicklungen der Technologien Laser- bzw. Elektronenstrahl sowie Werkstoffentwicklungen sollen bereits in einem frühen Entwicklungsstadium durch grundlegende bzw. technologische Untersuchungen begleitet werden.




















Forschungsfelder

In Zukunft sollen verstärkt die Fügemöglichkeiten von Werkstoffkombinationen untersucht werden, da hier ein hohes Anforderungspotenzial in nahezu allen Industriezweigen besteht und sich hieraus Produktionsinnovationen erwarten lassen. Die Kombinationen oder Kopplungen von Strahlprozessen untereinander oder mit konventionellen Technologien und somit die Erweiterung der Anwendungsgebiete der Laserstrahltechnik soll weiter im Fokus der Forschungsaktivitäten stehen.

Die strahltechnischen Prozesse gelten hierbei als Hauptprozesse, die durch unterstützende Werkzeuge, z.B. den Lichtbogen, überlagert werden. Die Simulation der Prozesse und des Werkstoffverhaltens ist ein weiteres wichtiges Gebiet. Arbeiten zur Verbesserung der Prozessüberwachung und -führung und somit die Verbesserung der produktionsrelevanten Sicherstellung der Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit von Laser- und Elektronenstrahlprozessen sind weiterhin von außerordentlich hoher Bedeutung, da diese häufig eines der wichtigsten Kriterien für die Anwendung der Strahltechnik in der Industrie darstellen.













Veranstaltungen

Gemeinsames Kolloquium mit der Arbeitsgruppe V9