Abstract No.:
1721

 Scheduled at:
Monday, September 14, 2009, GST: Messe Forum 9:50 AM
Forschung 1


 Title:
Experimentelle und numerische Untersuchungen zum Eigenspannungszustand von Schweißverbindungen höherfester und höchstfesten Feinkornbaustähle

 Authors:
Jörg Hildebrand* / Bauhaus-Universität Weimar Fakultät Bauingenieurwesen Junior-Professur Simulation und Experiment , Deutschland
Frank Werner / Bauhaus-Universität Weimar, Professur Stahlbau, Deutschland

 Abstract:
Eigenspannungen, die prozess- und werkstoffabhängig sind, beeinflussen im Allgemeinen das Bruch- und Verformungsverhalten. Für eine Beurteilung des Trag- und Verformungsverhaltens von Schweißverbindungen ist die Kenntnis des vorhandenen Eigenspannungsniveaus insbesondere bei höherfesten Stählen unerlässlich. Neben den experimentellen Untersuchungsmöglichkeiten stehen seit einigen Jahren auch Programme zur numerischen Simulation des Temperatur-, Gefüge- und Eigenspannungszustandes zur Verfügung. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse zum Eigenspannungszustand von Schweißverbindungen höherfester Baustähle, welche an der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen des Forschungsvorhabens „Wirtschaftliche Schweißver-bindungen höherfester Baustähle“ erarbeitet worden sind, vorgestellt. Für die experimentelle Untersuchung des Eigenspannungszustandes von geschweißten Verbindungen höherfester Stähle wurden mit Hilfe des Bohrlochverfahrens 12 Laschenverbindungen, 8 Kreuz- und 13 Stumpfstöße mit Grundwerkstoffen (S355, S460 und S690) hergestellt. Die FE-Simulation des Temperatur- und Eigenspannungszustandes unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Umwandlungsverhaltens von Grund- und Schweißzusatzwerkstoffen erfolgt mit dem kommerziellen Programm SYSWELD. Die aus der Simulation erhaltenen Ergebnisse werden mit den aufgenommenen Temperatur-Zeitkurven, Abkühlzeiten t8/5 sowie den gemessenen Eigenspannungen aus den Versuchen verifiziert. Das Forschungsvorhaben „Wirtschaftliche Schweißverbindungen höherfester Baustähle“ (AiF-Nr. 14195-BG, Proj.-Nr. 652) wurde mit finanzieller Förderung durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF), Köln, aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Berlin, von den Forschungseinrichtungen - Universität Stuttgart, Bauhaus-Universität Weimar, Technische Universität Darmstadt und IFW Jena - durchgeführt. Die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. hat die Arbeiten fachlich begleitet.

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