| Abstract: |
Bisher wurde für das Entstehen von Rissen in feuerverzinkten Konstruktionen aus Baustählen ausschließlich ein Korrosionsmechanismus infolge des Angriffs von schmelzflüssigem Zink verantwortlich gemacht, die sogenannte ?Flüssigmetallinduzierte Spannungsrisskorrosion?. Dabei fällt jedoch das Fehlen des Wasserstoffeinflusses auf, der u. a. für eine ?klassische? Spannungsrisskorrosion erforderlich ist. Im Beitrag wird versucht, die Entstehung dieser Risse mittels der Heissrißtheorie zu erklären, wobei gezeigt werden kann, dass diese besser geeignet ist, die Besonderheiten für die Ausbildung der sogenannten Verzinkungsrisse zu erfassen. Sowohl die Betrachtung unter einem korrosiven Mechanismus als auch die Interpretation als Heissriß führen bei diesen Schädigungen zu vergleichbaren Schlussfolgerungen, die sich gegenseitig ergänzen, obwohl sie vollkommen verschiedene theoretische Grundlagen haben.
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